Ungünstige Beziehungsmuster

Warum gerate ich immer an den selben Typ Mann/Frau?

Beziehungsmuster und deren Auswirkungen

Hast du das Gefühl, immer wieder an den selben Typ Mann oder Frau zu geraten? Du lernst jemanden kennen und merkst nach einiger Zeit, es ist schon wieder der/die gleiche, falsche Partner/in oder du bist schon wieder im selben, dir wohl bekannten Beziehungsmuster? Du lässt dich auf eine Beziehung ein, obwohl du schon in der Kennenlernphase eine vage Vermutung hast, dass es der/die Verkehrte sein könnte?

Früh gelernte Beziehungserfahrungen begleiten uns im Leben

Irgendwann haben wir in unserem Leben Erfahrungen gemacht, die uns geprägt haben, sei es durch unsere Eltern, durch unsere Erziehung oder durch andere Umstände. Diese Beziehungserfahrungen haben sich unbewusst in unserem Leben manifestiert und sie haben Auswirkungen.
Auch dann, wenn wir diese Beziehungserfahrungen oft oder immer wiederholen, sind sie nicht für alle Zeiten in uns zementiert. Deine wertvolle Lebenszeit muss nicht verstreichen, ohne dass es für dich besser oder befriedigender wird. Dies muss kein Dauerzustand bleiben. Diese Muster oder diese gelernten Programme müssen uns nicht versklaven.

Warum steigen wir nicht einfach aus solchen Mustern aus, obwohl wir damit unglücklich sind und wir uns möglicherweise dessen bewusst sind?

Ein wichtiger Grund ist, dass diese Muster weitgehend unbewusst wirken. Sie laufen automatisch ab, “es passiert ganz unbewusst, unwillkürlich“. Das Unbewusste und damit auch dessen Mechanismen sind viel schneller und stärker als das Bewusstsein.
Wie kann ich es trotzdem schaffen, solche „übermächtigen“ unbewussten Muster zu umgehen?
Durch geeignete Methoden können wir diese meist unbewussten Mechanismen ins Bewusstsein heben und lernen, die Einladung dieser Muster anzunehmen oder abzulehnen. Das heißt, wir bekommen eine Wahlmöglichkeit, in der es uns möglich wird, frühzeitig aus einem sich anbahnenden, für uns unbefriedigendem Beziehungsmuster auszusteigen. Auf diese Weise können wir unser Lebensglück beeinflussen, wir sind dem nicht willenlos ausgeliefert.
Gleichzeitig können sich durch diese Methoden die inneren Tore öffnen, um ganz andere Beziehungserfahrungen zu machen. Plötzlich ist das ganze Spektrum von möglichen Beziehungspartnern offen, ganz andere Beziehungen werden möglich.
Geeignete Methoden können z.B. die “Timeline-Methode“ oder auch die Arbeit mit dem “sozialen Panorama“ sein. Geeignete Seminare, die diese Methoden beinhalten, sind das “Lustvoll und Frei“ bzw. das “Selbstwert-Liebenswert-Begehrenswert“.

Was hat das mit Tantra zu tun?

In dieser Thematik werden direkt mehrere tantrische Grundthemen berührt. Zum einen das Thema “Wünsche“:
Es geht ja oft darum, dass ich mir eine Beziehung wünsche, in der meine Wünsche und Bedürfnisse einen Raum haben, in der ich so akzeptiert und angenommen werde, wie ich bin. Keine Beziehung, die irgendwie einseitig verläuft, in der ich ausgenutzt werde, in der ich über meine Grenzen gehe oder sonst irgendetwas in der Art läuft.
Des Weiteren geht es auch um Selbstliebe: Wenn ich mich selbst akzeptiere, selbst liebe, selbst wertschätze, kann ich mich eher einlassen, habe weniger Verlassensängste, muss also nicht klammern, etc.
Eine weitere Auswirkung kann sein, dass wenn ich mich immer auf den/die Falsche(n) einlasse, ich mich anschließend dafür selbst verurteile. Ich mache mich quasi selber dafür fertig, wieder die falsche Entscheidung getroffen zu haben. So etwas wie z.B. ich habe mich wieder ausnutzen lassen. (Das kann man übersetzen mit: Einer meiner Persönlichkeitsanteile geht schlecht mit einem anderen Teil um. Es geht also auch um die Befriedung von Persönlichkeitsanteilen in mir.)
Somit kann das Bewusstmachen und das Erlernen, die Einladung dieses Musters abzulehnen, mich sowohl auf meinem tantrischen Weg als auch bei meiner Partnerwahl entscheidend weiterbringen.

Ein weiteres Thema im Tantra, das hier berührt wird, ist das Loslassen: Es geht darum, die Fähigkeit zu fördern, loslassen zu können. In diesem Fall das Loslassen von einem alten Muster um dann neugierig zu schauen, was mir das Leben darüber hinaus an neuer Lebensqualität bieten kann. Auch das Loslassen kann neue Türen aufstoßen und die ein- oder andere positive Überraschung für mich bereit halten.