Der Raum neben dem Tempel (Teil2)

Wie sich über NLP und den hypnosystemischen Ansatz die mentale Arbeit mit Tantra verbinden lässt

Die Themenbereiche der Teilnehmer

Einige tantrische Themen lassen sich sehr gut mit alltäglichen Lebensthemen verbinden. Zum Beispiel Themen der Selbstliebe, ein grundlegender Gegenstand im Tantra, der mit unserem Selbstbewusstsein gekoppelt ist. Meine Selbstliebe wirkt sich u.a. darauf aus, wie ich mich in der Sexualität fallen lassen kann, in der Liebe Kontrolle abgeben und mich meiner Unwillkürlichkeit hingeben kann.

Metaphern aus der Hypnosystemik helfen dabei, zum Beispiel die erotische Trance für die Sexualität, die deutlich auf den Anteil der Unwillkürlichkeit (des Unbewussten) hinweist. Und es gibt einige weitere Methoden aus dem NLP und der Hypnosystemik, die dieses Grundthema im Tantra gut unterstützen können.

Ein anders Thema ist das Wünschen. Aus tantrischer Sicht wird ein Zustand angestrebt, in dem „das eigene Töpfchen“ voll ist, also der Zustand des „Wunschlos-glücklich-Seins“. Es geht darum, eine Balance zwischen Geben und Nehmen herzustellen. Und darum, jene Bedürfnisse aufzulösen, die jemand schon fast in dem Zwang erlebt, sie befriedigen zu müssen. Diese Auflösung führt zu einem Gefühl der inneren Fülle, zu einem Zustand also, in dem ich gerne etwas gebe.

Aus hypnosystemischer Sicht geht mit der Fokussierung auf die eigenen sexuellen Wünsche eine zusätzliche Erotisierung einher. Das wirkt sich logischerweise anregend auf eine erlahmende Sexualität in der Partnerschaft aus. In meinen Seminaren erlebe ich unterschiedlichste Wünsche in unendlicher Bandbreite.

Weitere Themen, bei denen sich oft eine hohe Veränderungsdynamik einstellt, sind: die Befreiung der Lust, das Entmachten von unguten Gefühlen, das „Wegräumen“ von Hindernissen, das Auflösen von Hemmnissen in der Liebe etc. Hier erlebe ich viele Menschen, die eine hohe Bereitschaft für Veränderung mitbringen. Sei es, weil sie schon vieles ausprobiert haben und nicht weitergekommen sind, oder weil sie lange zögerten, sich nicht trauten oder sei es, weil sie keine passenden Angebote fanden.

Warum verbinden wir NLP mit dem hypnosystemischen Ansatz? Die Erfahrung in unseren Seminaren lautet: Menschen ohne NLP-Kenntnisse finden leichter und schneller in NLP- Formate, wenn diese in hypnosystemische Interventionen eingebettet werden. Ich erlebe es oft, dass hypnosystemische Interventionen als Katalysator wirken: NLP- Formate werden einfacher angenommen und wirken intensiver.

Ein weiterer Vorteil der Hypnosystemik ist der Umstand, dass gerade im sexuellen Bereich die Unwillkürlichkeit einen nicht zu unterschätzenden Anteil hat.

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